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Innovatives Projekt der Energiewende gestoppt

12.02.2022 - Grüner Wasserstoff wird europaweit zu einem zentralen Energieträger, um die Klimaziele zu erreichen. IWB und die Fritz Meyer AG planten eine Pilotanlage für grünen Wasserstoff beim Kraftwerk Birsfelden. Aufgrund eines ablehnenden Entscheids der Baurekurskommission des Kantons Baselland verfolgen beide Partner nun andere Projekte und Initiativen, um CO2-neutralem Wasserstoff zum Durchbruch zu verhelfen.


  • Grüner Wasserstoff ist essenziell für die Dekarbonisierung und das Erreichen der Klimaziele.

  • Auf der Kraftwerksinsel Birsfelden ist keine Pilotanlage für grünen Wasserstoff möglich.

  • IWB und Fritz Meyer AG verfolgen andernorts Wasserstoffprojekte und -initiativen.

Mit überschüssigem Strom aus dem Kraftwerk Birsfelden wollten die Basler Energieversorgerin IWB und die Mineralölhändlerin und Tankstellenbetreiberin Fritz Meyer AG CO2-neutralen, grünen Wasserstoff produzieren. Dieser sollte für erste Wasserstoff-Anwendungen im Raum Basel genutzt werden. Das im Januar 2021 eingereichte Baugesuch lehnte das Bauinspektorat ab. Im anschliessenden Rekursverfahren hat die Baurekurskommission des Kantons Baselland den Rekurs der beiden Firmen abgewiesen, da die Anlage nicht zonenkonform sei. Die beiden Unternehmen verzichten darauf, gegen diesen Entscheid erneut Rekurs einzulegen. «Projekte für den Bau von Anlagen für die erneuerbare Energieproduktion haben in der Schweiz generell einen schweren Stand. Wir bedauern, dass der Energiewende so viele Hürden gestellt werden», sagt Dr. Arthur Janssen, Leiter Strategie & Innovation von IWB.

Wasserstoff nimmt an Fahrt auf Bis 2050 soll die Schweiz klimaneutral werden. Wasserstoff aus erneuerbaren Energien kann einen Teil der fossilen Energieträger ersetzen: als Treibstoff für Lastwagen, Busse und Schiffe, als Prozessenergie und als Rohstoff in der Industrie. Rund um die Schweiz wird es bis 2030 enorme Investitionen in Wasserstoff geben. Die EU betrachtet Wasserstoff als unverzichtbar für das Erreichen der Klimaziele. IWB und Fritz Meyer AG sehen gerade in der Region Basel enormes Potential in der Anwendung von grünem Wasserstoff. Er kann künftig einen grossen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten. Zur Gewinnung von Erfahrungen bei der Anwendung braucht es jedoch zeitnah Wasserstoff aus Pilotanlagen. Beide Unternehmen sind daher als Initianten und Förderer von Wasserstoffprojekten aktiv.

H2-Hub Schweiz und trinationale Initiative «3H2» Konkret zeigt sich dies an zwei Initiativen: dem H2-Hub Schweiz und der jüngst angestossenen, länderübergreifenden Kooperation am Oberrhein, «3H2». Letztere wurde im Rahmen des Trinationalen Wasserstoff-Forums am 30.06.2022 lanciert. Damit die Oberrheinregion den Anschluss an diese Technologie schafft, engagieren sich Akteure aus Industrie, Energieversorgung und Klimaschutz für grünen Wasserstoff. Die Region Basel ist mit ihrer geographischen Lage prädestiniert, sich an Wasserstoffprojekte der Nachbarländer anzuschliessen. Grüner Wasserstoff wird dereinst zum wichtigen Standortfaktor. Konkreter sind die Pläne bei den Schweizerischen Rheinhäfen: IWB und AVIA, die Dachorganisation der Fritz Meyer AG, arbeiten zusammen mit weiteren Partnern am H2-Hub Schweiz. Es entsteht eine Koordinationsplattform für Produktion, Absatz und Verteilung von Wasserstoff. Die Rheinhäfen könnten in den nächsten Jahren zur wichtigsten Schweizer Drehscheibe für Wasserstoffproduktion und -logistik werden. Produktionsanlagen in der Nähe des Hafens, beispielsweise beim Kraftwerk Birsfelden, würden dieses Vorhaben unterstützen.

Wasserstoffproduktionsanlage im Kanton Schwyz IWB ist zusammen mit der Schwyzer Energieversorgerin ebs Energie AG und der Bau- und Baustoffrecyclingfirma A. Käppeli’s Söhne AG Schwyz an einem weiteren Projekt für den Bau einer Produktionsanlage für grünen Wasserstoff beteiligt. In Seewen im Kanton Schwyz soll 2024 eine Wasserstoffanlage samt Tankstelle ihren Betrieb aufnehmen. Dort soll grüner Wasserstoff in erster Linie an Wasserstoff-LKWs abgegeben werden. Auch eine Beimischung in das Gas-Versorgungsnetz der ebs oder die Nutzung von Wasserstoff für die Herstellung von klimafreundlicherem Belag sind denkbar.


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